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Das Pflegeneuausrichtungsgesetz: Mehr Leistungen für Sie ab 2013!

 

Ende Oktober 2012 ist das Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNG) in Kraft getreten. Das Gesetz bringt zahlreiche Änderungen und Verbesserungen mit sich, die auch Sie betreffen. Sicherlich hat auch Ihre Pflegekasse Sie schon hierüber informiert. Damit Sie einen Überblick über die für Sie in Betracht kommenden Leistungen bekommen, haben wir die wichtigsten Änderungen hier für Sie aufgelistet.

 

Ihre bisherigen Ansprüche

Bisher beziehen Sie Pflegesachleistungen der Pflegestufe I oder II. Dazu kommen ergänzend, je nach Umfang des erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarfs, zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45b SGB XI in Höhe von monatlich 100 bzw. 200 Euro.

 

Neue Ansprüche für Sie

Die Ansprüche haben sich nun geändert. Neben Ihrem Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen von 100 oder 200 Euro steht Ihnen ab Januar 2013 ein höheres Budget für mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung zur Verfügung. Wenn Sie Sachleistungen beziehen, erhalten Sie in der Pflegestufe I zusätzlich zu den bisherigen Leistungen 215 Euro und in der Pflegstufe II 150 Euro zusätzlich, die Sie für weitere Pflegeleistungen nutzen können.


Übersicht: Das steht mir ab 2013 zu

   

 

       

 Leistungen

Pflegebedürftige der Pflegestufe I mit Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen nach §§ 45a, 45b SGB XI

Pflegebedürftige der Pflegestufe II mit Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen nach §§ 45a, 45b SGB XI

zusätzliche Betreuungsleistungen

nach § 45b SGB XI

jeweils nach Grad der Einschränkung

100 oder 200 Euro

jeweils nach Grad der Einschränkung

100 oder 200 Euro

Pflegesachleistung

oder Pflegegeld

665 Euro

305 Euro

1.250 Euro

525 Euro

monatliche Gesamtsumme

 

Sachleistung

Pflegegeld

Sachleistung und Pflegegeld inklusive Erstattungsanspruch gemäß § 45b SGB XI:

765 Euro / 865 Euro

405 Euro / 505 Euro

Sachleistung und Pflegegeld inklusive Erstattungsanspruch gemäß § 45b SGB XI:

1.350 Euro / 1.450 Euro

625 Euro / 725 Euro

 

Eine weitere Neuerung: Wenn Sie Pflegegeld beziehen – auch in Kombination mit Pflegesachleistungen durch unseren Pflegedienst – wird dieses künftig zur Hälfte weiter gewährt, wenn Sie Verhinderungspflege in Anspruch nehmen.

Wie Sie sehen, bedeutet die Pflegereform eine große Leistungsverbesserung für Sie und Ihre pflegenden Angehörigen. Welche Leistungen für Sie in Betracht kommen oder welche Kombination dieser Leistungen für Sie am besten ist, finden wir gerne mit Ihnen gemeinsam in einem individuellen Beratungsgespräch heraus. Sprechen Sie uns einfach an, wenn Sie unseren Rat benötigen.

 

 

Zum 1. Januar 2012 ist eine weitere Stufe der Pflegereform in Kraft getreten:

 

Die Leistungen der Pflegeversicherung sind erneut angehoben worden. Wie hoch die Beträge sind, die sie ab 01.01.2012 in Anspruch nehmen können, entnehmen Sie bitte den folgenden Tabellen: 

 

Sachleistungen bei ambulanter Pflege

Pflegestufe

bisher

ab 01 Januar 2012

I

440 €

450 €

II

1.040 €

1.100 €

III

1.510 €

1.550 €

Härtefälle

1.918 €

1.918 €

 

 

Verhinderungspflege

bisher

ab 01 Januar 2012

1.510 €

1.550 €

 

 

Pflegegeld

Pflegestufe

bisher

ab 01 Januar 2012

I

225 €

235 €

II

430 €

440 €

III

685 €

700 €

 

 

 

Ab 01.02.2011 hat der ärztliche Notdienst eine neue Rufnummer:

 

0180 - 50 44 100

 

Die Rufnummer für den Notarzt/Rettungsdienst bleibt unverändert und lautet

 

112

 

 

 

Archiv

Datum 01.07.2008

Seit dem 1. Juli 2008 haben Pflegebedürftige höhere Leistungsansprüche gegenüber der Pflegeversicherung. Das bedeutet für Sie:

Sie können mehr Leistungen von Ihrem Pflegedienst im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung beziehen und unter bestimmten Voraussetzungen haben Sie einen Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen.

 

Die Geldbeträge zum Einkauf von Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung sind zum 1. Juli 2008 angehoben worden.

 

In der Pflegestufe I wurde der Betrag von bisher 384 Euro auf 420 Euro angehoben.

 

In der Pflegestufe II stehen statt 921 Euro jetzt 980 Euro für den Leistungseinkauf zur Verfügung.

 

In der Pflegestufe III können Sie anstatt über 1432 Euro ab jetzt über 1470 Euro verfügen.

 

 

Zusätzliche Betreuungsleistungen

 

Der Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen wurde von bisher 460 Euro jährlich auf 1.200 Euro bzw. auf 2.400 Euro jährlich angehoben. Mit diesem Geld können Sie Leistungen bei Ihrem Pflegedienst einkaufen, wie z.B. Begleitung, Beaufsichtigung oder Beschäftigung.

 

Um diese Leistungen in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse stellen und bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

 

(Quelle: LFK Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW e.V.)